Wanderung der "Wasserforscher" zum Kamperbach

Im Rahmen unserer Unterrichtsreihe „Tiere am Wasser“ in Klasse 3 der Buchholzer Schule wurde beim Zusammentragen der verschiedenen Ideen bei den Kindern auch der Wunsch laut, einen Bach zu besuchen, um dort die gesammelten Informationen und Erkenntnisse direkt in der Natur zu beobachten und selbst erfahren zu können.

So wanderten wir also an einem sonnigen Frühsommertag von der Buchholzer Schule aus durch ein Waldgebiet bis zum Kamperbach, immerhin 6,4 km. Nach zwei kurzen Pausen unterwegs und einer Geschichte über die „Teufelsspucke an Brennnesseln“ erreichten wir schließlich den Bach, wo die Kinder unter Bäumen in der Nähe rasten und alle zusammen picknicken konnten. Eine - zwischen zwei alten Baumstämmen entdeckte - überaus prächtige Erdkröte zog dabei sofort das allgemeine Interesse auf sich.

Anschließend spielten wir das „Lauschspiel“, bei dem die Kinder zwei Minuten ganz still waren und sich nur auf den Gesang der Vögel und auf das Rauschen des Baches konzentrierten.

Nun wurden die Regeln für unsere Unterwasserforschungen festgelegt. Die mit Keschern, Lupenbechern, Pinseln und weißen Gefäßen ausgestatteten Kinder gingen auf Tiersuche und fingen viele Bachflohkrebse, eine Köcherfliegen- und eine Libellenlarve. In den weißen Bechern konnten sie die Tiere genau anschauen und beobachten. Natürlich musste die räuberische Libellenlarve getrennt von den Bachflohkrebsen in ein anderes Gefäß gegeben werden. Vorsichtig brachten die Kinder im Anschluss die Tiere wieder zum Bach zurück.

Auf unserem Heimweg wurden mit Hilfe einer Papierrolle weitere Naturbetrachtungen durchgeführt, wobei  jeweils ein Kind einen „blinden Partner“ zu einem besonderen Naturausschnitt führte (z.B. ein Stück Rinde, ein Farnblatt) den dieser durch seine Sehhilfe, also die Papierrolle, detailliert betrachten konnte.

Bei der Begegnung mit verschiedenen Bäumen wunderten sich die Kinder darüber, dass teilweise bis zu vier Kinder nötig waren, um einen Baumstamm zu umfassen. Außerdem konnten dabei die unterschiedlichen Rinden der Bäume ertastet und untersucht werden.

Zurück auf unserem Schulhof spielten wir zum Abschluss das „Anschleichspiel“, bei dem besonders der Hörsinn der Kinder und deren Konzentration gefordert waren.

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